Was ist ein Burnout?

 

Burnout erkennen

 

Was ist ein Burnout? – Ein Blick auf Ursachen, Symptome und körperliche Prozesse

Burnout ist weit mehr als ein Modewort oder eine vorübergehende Erschöpfung. Es handelt sich um einen komplexen Zustand, der sowohl psychische als auch tiefgreifende körperliche Auswirkungen hat. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Burnout“ und wie äußert sich dieses Syndrom auf unterschiedlichen Ebenen? Der folgende Beitrag gibt einen fundierten Überblick basierend auf aktuellen Erkenntnissen aus der Burnout-Therapie.

 

Burnout: Definition und Abgrenzung

Burnout ist ein Zustand ausgeprägter, anhaltender Erschöpfung, der sich auf emotionaler, mentaler und körperlicher Ebene zeigt. Anders als kurzfristige Überlastung oder temporäre Müdigkeit entwickelt sich Burnout meist schleichend über einen längeren Zeitraum. Typisch ist, dass die Betroffenen anfangs oft besonders engagiert und motiviert sind, bevor sie in eine Phase der zunehmenden Erschöpfung und Leistungsabnahme geraten.

 

Die Entstehung: Phasen und Modelle

Das sogenannte Dreiphasenmodell der Erschöpfungsspirale beschreibt die Entwicklung von Burnout in mehreren Stadien: Anfangs steht der Enthusiasmus, gefolgt von einer Phase der Stagnation und Frustration bis hin zur ausgeprägten Erschöpfung. Im Verlauf können sich körperliche, emotionale und kognitive Symptome verstärken und zu einem Zustand führen, in dem selbst alltägliche Aufgaben kaum noch zu bewältigen sind.

 

Körperliche und zelluläre Prozesse bei Burnout

Burnout betrifft nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper auf vielfältige Weise. Zu den wichtigsten körperlichen Prozessen gehören:

  • Stresshormone und das endokrine System: Chronischer Stress führt zu einer übermäßigen Produktion von Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin. Diese Hormone können das Immunsystem schwächen, den Blutzuckerspiegel erhöhen und zu Schlafstörungen, Bluthochdruck sowie Herz-Kreislauf-Problemen beitragen.
  • Entzündungsprozesse: Dauerhafter Stress begünstigt systemische Entzündungsreaktionen. Entzündungsmarker wie das C-reaktive Protein (CRP) und bestimmte Interleukine sind oft erhöht, was auf eine chronische Entzündungslage im Körper hinweist.
  • Oxidativer Stress: Bei Burnout entstehen vermehrt freie Radikale, die Zellen schädigen können. Oxidativer Stress gilt als Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen, darunter Herz-Kreislauf- und neurodegenerative Erkrankungen.
  • Nervensystem: Das autonome Nervensystem – insbesondere der Sympathikus – ist bei chronischem Stress überaktiv. Die ständige Alarmbereitschaft („Kampf-oder-Flucht“-Reaktion) führt zu einer Überlastung und einer verminderten Regeneration durch den Parasympathikus.

 

Symptome: Körperlich und psychisch

Burnout äußert sich durch eine Vielzahl von Symptomen, die sich auf verschiedene Ebenen verteilen:

  • Körperliche Symptome: Anhaltende Müdigkeit, Schlafstörungen, häufige Infekte, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen und Verdauungsprobleme sind typisch.
  • Psychische Symptome: Emotionale Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, das Gefühl des „Ausgebranntseins“ und eine zunehmende Distanzierung von Arbeit und sozialen Kontakten prägen das Bild.

 

Fazit

Burnout ist ein ernstzunehmender, vielschichtiger Erschöpfungszustand, der neben psychischen auch erhebliche körperliche Auswirkungen hat. Die Entstehung ist ein schleichender Prozess, der sich auf zellulärer, hormoneller und systemischer Ebene abspielt. Ein ganzheitliches Verständnis dieser Zusammenhänge ist entscheidend, um Burnout frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.

 

Meine Unterstützung

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