
Wie erkenne ich einen Burnout?
Burnout ist ein schleichender Prozess, der sich auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene zeigt. Doch wie erkennt man, ob man von einem Burnout betroffen ist? Welche Warnsignale sendet der Körper – und wie unterscheiden sich diese von „normalem“ Stress oder Erschöpfung? Im Folgenden findest du einen Überblick über die wichtigsten Anzeichen und Symptome, damit du Burnout frühzeitig erkennen und handeln kannst.
1. Burnout – Mehr als nur Erschöpfung
Burnout ist ein Zustand ausgeprägter, anhaltender Erschöpfung. Er betrifft nicht nur den Geist, sondern den gesamten Organismus – von der Psyche bis zur Zellebene. Die Entwicklung erfolgt meist schrittweise und bleibt oft lange unbemerkt. Typisch ist, dass Betroffene anfangs besonders engagiert und leistungsbereit sind, bevor sie in eine Phase der Überforderung und Erschöpfung geraten.
2. Die drei Phasen des Burnouts
Laut dem Dreiphasenmodell der Erschöpfungsspirale entwickelt sich Burnout in mehreren Stadien:
- Phase 1: Enthusiasmus und Überengagement
Überdurchschnittlicher Einsatz, hohe Motivation, Perfektionismus und das Bedürfnis, alles richtig zu machen. - Phase 2: Stagnation und Frustration
Erste Ermüdungserscheinungen, das Gefühl, nicht mehr alles bewältigen zu können, erste Zweifel am eigenen Tun. - Phase 3: Erschöpfung und Rückzug
Tiefe emotionale, körperliche und geistige Erschöpfung, Rückzug von sozialen Kontakten, Zynismus, Gleichgültigkeit.
3. Typische Symptome und Warnsignale
Körperliche Symptome
- Anhaltende Müdigkeit, selbst nach dem Schlaf
- Schlafstörungen
- Häufige Infekte und geschwächtes Immunsystem
- Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen
- Verdauungsprobleme
- Herz-Kreislauf-Beschwerden
Psychische Symptome
- Emotionale Erschöpfung und innere Leere
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
- Reizbarkeit, Ungeduld, Nervosität
- Gefühl der Überforderung und Hoffnungslosigkeit
- Verlust von Freude an der Arbeit und im Privatleben
Verhalten und soziale Ebene
- Rückzug von Freunden, Familie und Kollegen
- Zynismus, Gleichgültigkeit, negative Einstellung zur Arbeit
- Häufige Fehler, sinkende Leistungsfähigkeit
- Vernachlässigung von Hobbys und Interessen
4. Wichtige Unterscheidungsmerkmale
Burnout ist nicht gleichbedeutend mit einer Depression, kann aber ähnliche Symptome aufweisen. Während bei einer Depression oft Antriebslosigkeit und Traurigkeit im Vordergrund stehen, ist Burnout meist mit einer langen Phase der Überforderung und Erschöpfung verbunden. Eine weitere Unterscheidung ist, dass es bei einer Depression häufig keine Vorstellungkraft gibt, dass es „besser“ werden kann. Beim Burnout gibt es Ideen und Visionen fürs Leben, wenn der Stressor, z.B. die Arbeit wegfallen würde.
5. Selbsttest: Bin ich betroffen?
Stelle dir ehrlich folgende Fragen:
- Fühle ich mich seit Wochen oder Monaten ständig erschöpft?
- Habe ich das Interesse an Dingen verloren, die mir früher Freude bereitet haben?
- Ziehe ich mich immer mehr zurück?
- Habe ich das Gefühl, nur noch zu „funktionieren“?
- Gibt es körperliche Beschwerden, für die keine organische Ursache gefunden wurde?
Wenn du mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantwortest, ist es ratsam, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
6. Was tun bei Verdacht auf Burnout?
- Frühzeitige Selbstfürsorge: Achte auf deine Bedürfnisse, setze klare Grenzen und plane regelmäßige Erholungsphasen ein.
- Professionelle Hilfe: Suche das Gespräch mit Ärzt:innen, Therapeut:innen oder spezialisierten Coaches.
- Soziale Unterstützung: Sprich offen mit nahestehenden Menschen über deine Situation.
- Körperliche Gesundheit: Achte auf ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und Bewegung.
- Stressoren analysieren: Versuche herauszufinden, welche Faktoren dich besonders belasten, und entwickle Strategien zur Stressbewältigung.
Fazit
Burnout ist ein ernstzunehmender Zustand, der sich auf vielen Ebenen bemerkbar macht. Die frühzeitige Wahrnehmung von Warnzeichen ist entscheidend, um rechtzeitig gegenzusteuern. Höre auf deinen Körper und deine Seele – und scheue dich nicht, Hilfe anzunehmen.
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