Das passiert beim Burnout im Körper

Burnout erkennen

 

Wenn der Körper Alarm schlägt – was hinter den körperlichen Symptomen steckt
Blogartikel für Betroffene und Interessierte

Burnout – ein Begriff, der heutzutage überall zu hören ist. Doch was passiert eigentlich in deinem Körper, wenn du dich ausgebrannt fühlst? Wir verbinden Burnout häufig zuerst mit emotionaler Erschöpfung und Überforderung. Doch tatsächlich sind die Auswirkungen viel umfassender: Burnout betrifft jede Zelle in unserem Organismus, das unterscheidet Burnout auch von der Depression.

 

Burnout – mehr als nur seelischer Stress

Viele meiner Klient:innen sind überrascht, wie massiv sich Dauerstress auf den Körper auswirkt. Burnout ist eben nicht „nur“ ein psychisches Problem, sondern macht sich meistens auch mehr oder weniger deutlich auf körperlicher Ebene bemerkbar. Deshalb ist es mir wichtig, auch über diese Seite von Burnout aufzuklären.

Eine kurze Vorbemerkung: Ich bin Gestalttherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie, aber keine Ärztin oder Heilpraktikerin. Ich kann die körperlichen Zusammenhänge im groben Ansatz erklären und im Rahmen meiner Praxis begleiten, indem ich dich dazu anhalte, dir Unterstützung von ergänzenden Fachleuten zu holen. Es ist ganz wichtig, dass du bei ausgeprägten körperlichen Beschwerden immer auch medizinische Unterstützung suchst. Denn Veränderungen auf körperlicher ebenso wie auf seelischer Ebene brauchen professionelle Begleitung.

 

Was geschieht im Körper bei Burnout?

Schauen wir uns die wichtigsten Prozesse an, die durch chronischen Stress und Überforderung im Körper ausgelöst werden:

1. Dauerstress für das Hormonsystem

Unser Endokrinum, also das Netzwerk der Botenstoffe und Hormone in unserem Körper, ist bei Burnout im Ausnahmezustand. Über einen längeren Zeitraum werden Stresshormone wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin vermehrt ausgeschüttet.

  • Cortisol, unser zentrales Stresshormon, bleibt dauerhaft erhöht. Das schwächt das Immunsystem, lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen und führt zu Schlafproblemen.
  • Adrenalin und Noradrenalin sorgen dafür, dass unser Kreislauf ständig auf Hochtouren läuft. Bleibt diese Belastung bestehen, kann es zu Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Problemen kommen.

2. Entzündungen und oxidativer Stress

Eine weitere Folge von anhaltendem Stress: Der Körper reagiert mit Entzündungsprozessen. Bestimmte Entzündungsmarker wie CRP oder Interleukine steigen an – ein Zeichen, dass der Organismus kämpft. Zusätzlich schaden so genannte freie Radikale unseren Zellen – oxidativer Stress nimmt zu. Das lässt uns schneller altern und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf- Probleme.

3. Das autonome Nervensystem gerät aus dem Gleichgewicht

Unser vegetatives Nervensystem, das für „Kampf oder Flucht“ (Sympathikus) und „Ruhe und Verdauung“ (Parasympathikus) zuständig ist, verliert seine Balance. Bei Dauerstress ist fast nur noch der Sympathikus aktiv, der Körper kommt kaum mehr zur Regeneration. Das zeigt sich unter anderem in Schlaflosigkeit, Unruhe, Verspannungen, Verdauungsbeschwerden bis hin zu Panikattacken.

4. Energielosigkeit auf Zellebene – die Mitochondrien schwächeln

Unsere „Kraftwerke der Zellen“, die Mitochondrien, können durch die Dauerbelastung nicht mehr effizient Energie bereitstellen. Das führt zu der typischen, alles durchdringenden Müdigkeit und Antriebslosigkeit, die viele Betroffene beschreiben.

5. Weitere körperliche Auswirkungen

Zu den häufigsten körperlichen Begleiterscheinungen eines Burnouts zählen Schlaflosigkeit, Verdauungsstörungen, Muskelverspannungen, häufige Infekte, Konzentrationsstörungen und Kopf- oder Rückenschmerzen. All das sind Warnsignale deines Körpers, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

 

Was kannst du tun, wenn du Burnout-Symptome bei dir bemerkst?

Die ermutigende Nachricht: Du bist diesen Prozessen nicht hilflos ausgeliefert! Es gibt viele Möglichkeiten, deinem Körper gezielt zu helfen und aktiv gegenzusteuern. Hier die wichtigsten Ansätze – viele davon kannst du selbst umsetzen, andere profitieren von professioneller Unterstützung:

Stressoren bewusst erkennen und anders damit umgehen (leichter gesagt, als getan)

Was stresst dich im Alltag besonders? Sind es Anforderungen im Job, Familienverantwortung, oder deine eigenen hohen Ansprüche? Oft hilft es schon, belastende Muster zu erkennen und kleine Veränderungen zu etablieren.

Für körperliche Regeneration sorgen (leichter gesagt, als getan)

Versuche, möglichst regelmäßige Schlafenszeiten zu etablieren und deinen Abend bewusst entspannt zu gestalten. Bewegung – egal ob spazieren gehen, Yoga, Tanzen oder Radfahren – hilft deinem Körper, Stresshormone abzubauen. Auch eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, gesunden Fetten, Eiweiß und wichtigen Mineralstoffen stärkt dich vom Inneren heraus.

Mikronährstoffe auffüllen

Durch langanhaltenden Stress verbraucht der Körper viele Vitamine und Mineralstoffe, vor allem B-Vitamine, Magnesium, Zink und Omega-3-Fettsäuren. Gerade in dieser Zeit solltest du auf eine gute Versorgung achten – das geht mit einer individuellen ärztlichen Abklärung der Werte und ggf. gezielter Ergänzung.

Entzündungen und oxidativen Stress reduzieren

Antioxidantien aus frischem Obst, Gemüse und hochwertigen Ölen helfen dem Körper, freie Radikale zu neutralisieren. Entzündungshemmende Gewürze wie Kurkuma oder Ingwer sowie Omega-3-Fettsäuren können bei manchen Betroffenen ebenfalls unterstützend wirken.

Professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen (Veränderungen brauchen Unterstützung)

Burnout ist ein komplexer Prozess. Es hilft oft sehr, nicht alles alleine durchstehen zu müssen. Professionelle Unterstützung, ob durch Therapeut:innen, Coaches oder auch medizinische Fachleute, bietet dir Halt und Begleitung auf dem Weg zurück in deine Kraft. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann ebenfalls entlasten.

Ausblick für dich

Burnout betrifft mehr als nur die Psyche – der ganze Körper gerät aus dem Takt. Aber: Es gibt Möglichkeiten, gegenzusteuern und nach und nach aus der Erschöpfung herauszufinden. Du musst nicht alles alleine schaffen! Lass dich unterstützen, achte auf die Signale deines Körpers und gib dir Zeit für Heilung und Veränderung.

Du bist nicht allein – und es gibt immer Wege, zurück ins Gleichgewicht und in deine Kraft zu kommen!

 

Praxis für Gestalttherapie, Psychotherapie, EFT Klopftechnik

Meine Praxisräume befinden sich in Hamburg Altona/Ottensen. Hohenesch 38, 22765 Hamburg. Der Praxisraum ist Teil einer Praxisgemeinschaft und liegt im Erdgeschoss. Vom Bahnhof Altona sind es 8 Minuten zu Fuss. Eine Bushaltestelle gibt es in der Nähe. Falls du mit dem Auto kommst, empfehle ich dir, einen Parkplatz im Parkhaus vom Einkaufszentrum Mercado Altona zu wählen. Im Verhältnis zu den Parkgebühren an den Strassen, ist das Parken dort in der Regel günstiger.

Deine Wohnort spielt keine Rolle, solltest du nicht in Hamburg lebst, begleite ich dich ortsunabhängig.

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Ich empfehle dir von Herzen: höre auf zu funktionieren und auszuhalten. Mache dich sanft, aber bestimmt auf den Weg der Veränderung. Dir zuliebe. Ich stelle mich gerne an deine Seite und begleite dich.

Du bist nicht allein – und der erste Schritt beginnt mit dem Vertrauen in dich selbst.